Kinder im Vorschulalter bewegen sich oft ganz natürlich zwischen Fantasie und Wirklichkeit. Sie tauchen mühelos in Geschichten ein, spielen mit großer Hingabe und versinken dabei häufig in einem Zustand, der einer hypnotischen Trance sehr ähnlich ist. Deshalb ist bei kleinen Kindern eine klassische Tranceeinleitung oft gar nicht notwendig – sie gelangen auf natürliche Weise in diesen konzentrierten und zugleich entspannten Zustand.
Die Hypnotherapie erfolgt in diesem Alter überwiegend spielerisch und orientiert sich an der Erlebniswelt des Kindes. Fantasiegeschichten, Fingerpuppen, Bilder und altersgerechte Spiele helfen dabei, Gefühle auszudrücken, innere Ressourcen zu stärken und neue Lösungswege zu entwickeln. Das Kind erlebt die Behandlung dabei nicht als Therapie im klassischen Sinne, sondern als eine angenehme und kreative Erfahrung.
Bei sehr kleinen Kindern kann zudem die Stellvertreterhypnose eine sinnvolle Möglichkeit sein. Dabei wird die engste Bezugsperson – meist ein Elternteil – hypnotisch begleitet. Da Kinder und ihre wichtigsten Bezugspersonen emotional eng miteinander verbunden sind, können sich Veränderungen bei der Bezugsperson häufig auch positiv auf das Kind auswirken. Dieses Vorgehen hat sich insbesondere dann bewährt, wenn das Kind selbst noch zu jung für eine direkte therapeutische Zusammenarbeit ist.
Jede Behandlung wird individuell an den Entwicklungsstand des Kindes und die familiäre Situation angepasst. Ziel ist es, die natürlichen Fähigkeiten des Kindes zu nutzen und seine gesunde Entwicklung auf einfühlsame und altersgerechte Weise zu unterstützen.
Auszug aus dem Behandlungsspektrum: